Schön schräge Shisha Bar

Dieser Tage war in der Neuen Zürcher Zeitung eine ganze Seite darüber zu lesen, welch ein Schlaraffenland die Schweiz für das organisierte Verbrechen ist und wie hilflos und fahrlässig die Schweiz auf allen Ebenen dasteht – so fahrlässig, dass der Wahnsinn als Methode erscheint.
Wir können davon ausgehen, dass die Tourismusmaschine Interlaken diesbezüglich ein sehr beliebter Ort ist; und ich spreche weder von den ganz grossen Kriminellen, die Geheimdienste und Armeen bewegen können und gerne in hiesigen Luxushotels absteigen, noch von den Superreichen, denen die Welt gehört und die das diskretere Saanenland vorziehen – dieses Wochenende haben entsprechende Familien das Gstaad Palace für eine Hochzeit komplett gebucht.

Adnan Taher, der als syrischer Staatsangehöriger firmiert, dürfte kaum zu den Grossen zählen; aus arabischen Kreisen auf dem Bödeli verlautete bislang nur, dass er Beschäftigte an der Arbeitsgesetzgebung vorbeischleust: Ein arabischer Flüchtling, der von einem korrekt abrechnenden Schweizer Unternehmer nicht besonders gut bezahlt wird, meinte unlängst ernüchtert, er sei doch ein Idiot, wenn er sich an die Regeln halte, während andere im Restaurant Bab Al Hara schwarz arbeiteten und dabei weit besser wegkämen als er.

Zwar ist auszuschliessen, dass in diesem Restaurant Bab Al Hara, von dem es nach Lage der Dinge inzwischen eine Filiale an der Berner Länggasse gibt, ganz grosse Kugeln geschoben werden. Aber es ist ebenfalls auszuschliessen, dass mit den gastgewerblichen Leistungen im 1. Stock des Stedtlizentrums, wo weiland ein Coop-Restaurant zu wenig abwarf, jener Zins erarbeitet werden kann, den die Eigentümer um Coop und die Nachkommen der Gebrüder Schärz beanspruchen.
Was Taher nicht davon abhält, weiter zu expandieren, wie dem aktuellen Amtsanzeiger zu entnehmen ist:

Garage, Haushaltwaren, grosser Unsinn, gigantische Shisha Bar

In einem grossen Gebäude, das einst als Garage konzipiert war und schon länger vom lokalen Immobiliengranden Daniel Wunderli kontrolliert wird, will Taher eine Shisha Bar mit gegen 200 Plätzen einrichten.
Nachdem in der ehemaligen Garage während Jahrzehnten ein Zweig der alteingesessenen Gewerblerfamilie Vögeli zugange gewesen war, schenkte Wunderli das unternehmerische Vertrauen einem total abgedrehten Swiss Selfie Museum, das selbstredend nicht in die Gänge kam.
Nun wird es also eine gigantische Shiha Bar, der Wunderli die Türen öffnet – wir bleiben dran.

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